DHZ-Interview mit dena-Chef Stephan Kohler
Chef der Deutschen Energie Agentur: „Erhebliche Kosten durch Energiewende“ – „Ein Dutzend neuer Gaskraftwerke sicher nötig“
Laut dem Geschäftsführer der Deutschen Energie Agentur (dena), Stephan Kohler, werden im Zuge der Energiewende immens hohe Investitionssummen auf Deutschland zukommen. „Ohne Frage kommen erhebliche Kosten auf uns zu“, sagte Kohler im Interview mit der ‚Deutschen Handwerks Zeitung’ (Erscheinungsdatum: 23.9.2011), ohne eine Zahl zu nennen. „Allerdings kann ich Ihnen sagen, dass die in den Medien spekulierten Zahlen wie etwa 1,5 Billionen Euro für die Gebäudesanierung bis 2050 viel zu hoch sind“, ergänzte Kohler.
Die Kosten der Energiewende können seiner Ansicht nach aber im Rahmen gehalten werden, „wenn es vernünftig gemacht werde“. „Wenn wir davon ausgehen, dass 2022 der Anteil der regenerativen Stromerzeugnisse 38 Prozent betragen wird, werden die zusätzlichen Kosten für den Haushaltskunden pro Kilowattstunde circa bei 4,5 bis 5 Cent liegen“, rechnete Kohler vor.
Zudem werden laut Kohler durch die Abschaltung der Atomkraftwerke bis 2022 circa 10.000 Megawatt (MW) von fossilen Kraftwerken benötigen. „Ein Dutzend neuer Gaskraftwerke ist sicher erforderlich“, sagt Kohler.
Burkhard Riering
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