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Interview mit bayerischem Gesundheitsminister Holetschek

Mittwoch, 28.04.21

Haus- und Betriebsärzte sollen mehr impfen
Bayerischer Gesundheitsminister Holetschek verspricht sich von Einbindung der Mediziner höheres Tempo und weniger Bürokratie

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, Haus- und Betriebsärzte intensiver an den Corona-Impfungen zu beteiligen. „Ich gehe davon aus, dass wir mithilfe der Ärztinnen und Ärzte, auch der Betriebsärzte, deutlich schneller vorankommen“, sagte Holetschek der ‚Deutschen Handwerks Zeitung‘ im Business-Podcast „Holzmann Talk“. Die Hausärzte pflegten ein gutes Verhältnis zu ihren Patienten und könnten „schnell entscheiden, schnell impfen“. Holetschek verspricht sich von der Einbindung der niedergelassenen Mediziner und Betriebsärzte eine Reduzierung von Impf-Bürokratie. „Pandemie und Bürokratie vertragen sich überhaupt nicht“, so Holetschek. „Du brauchst ein Maximum an Flexibilität und ein Minimum an Bürokratie – und ich glaube, das kriegen die Hausärzte am besten hin.“ Aufgrund von Mutationen und Auffrischungsimpfungen rechnet der Gesundheitsminister mit einer langwierigen Impfkampagne. „Das Thema Impfen wird uns sehr lange beschäftigen.“

Holetschek sprach sich dafür aus, die Produktion von medizinischen Gütern und Medikamenten in Deutschland auszubauen. „Eine der wichtigsten Lehren aus der Corona-Krise ist der Aufbau eines Pandemie-Zentrallagers“ – etwa um Schutzausrüstung für Altenheime oder Krankenhäuser bereitzustellen. Der CSU-Politiker plädierte dafür, heimische Lieferketten zu stärken. „Wir müssen schauen, dass wir den Standort wiederaufbauen, was die Kapazitäten angeht etwa von Impfstoffen und Medikamenten.“

Das Gespräch in voller Länge unter www.holzmann-medien.de/holzmanntalk

Kontakt:
Steffen Range, Chefredakteur Deutsche Handwerks Zeitung
Tel. 08247/354-115, E-Mail: steffen.range@holzmann-medien.de

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